• Wenn dein Traum dein Leben zerstört

    Begleitung für sterbende Lebensträume

    Wege aus dem Alptraum ohne das Träumen zu verlieren

Die häufigsten Gründe fürs Scheitern? Zu früh aufgeben und zu lange stur weitermachen. Die Kunst ist, den Mittelweg zu finden und sich selbst nicht aus den Augen zu verlieren.

Achim Schwenkel (Interviewauszug)

Viele Menschen wünschen sich ein anderes Leben. Aber nur wenige sind bereit, für die Verwirklichung ihres Lebenstraumes alles zu geben, für die eine Sache auf alles andere zu verzichten. Wenn es dann gelingt, entstehen die manchmal unglaublichen Erfolgsstorys, die wir alle kennen, und die auch den Stoff für eigene Träume liefern. Wer gern Biographien liest, kennt das. Beharrlichkeit und Überzeugung, schier unglaubliche Zufälle und dann, nach viel Verzicht und harter Arbeit: Zack, und da ist er dann der Durchbruch, der Erfolg, der Lohn.
Von den vielen Geschichten des Scheiterns lesen wir in der Regel nicht: Geplatzte Lebensträume schaffen es nicht in den Dax, nicht auf die Bestsellerlisten. Erst wenn eine mediengeeignete Tragik hinzu kommt, reicht es vielleicht für eine traurige Schlagzeile.


Ich rate immer dazu, dem eigenen Herzen zu folgen, Mut zu haben, für sich selbst einzutreten und einen Lebenstraum nicht zu schnell aufzugeben, nichts ist unmöglich... Ja, es ist für unser Leben wichtig, Ziele zu haben, und auch Träume. Sie bringen uns voran, motivieren uns, auch wenn es schwierig wird, einen Schritt hinter den anderen zu setzen.

Was aber, wenn der Traum zum eigentlichen Leben wird? Wenn nur noch der Traum zählt?

Im eigenen Leben verloren gegangen

Was tun, wenn der Traum zum einzigen Bezugspunkt im Leben geworden ist? Wenn durch die Brille des (noch nicht erreichten) Traums alles zum Schmerz, zu Staub und Tod wird? Wenn dann mit dem drohenden oder eintretenden Scheitern der Verlust des Lebenssinnes, dieser falschen Identität und damit des Lebenswillens einher geht?

Hast du einen Traum oder hat er Dich?

Wenn du dein ganzes Leben von deinem Traum abhängig machst, geschieht etwas paradoxes: Du verringerst massiv die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Traum Wirklichkeit wird. Warum? Weil Du die Leichtigkeit und Freude, die Offenheit und den Humor verlierst. Weil du dich verkrampfst. Weil du deinen Geist, wie auch deinen Körper unter Stress setzt. Weil du dem Leben gar keine Chance lässt, in Zusammenarbeit mit Kollege Zufall das für dein Leben zu bewirken, was (auch) richtig und wichtig ist. Weil du den Blick auf deine Möglichkeiten, Alternativen, auf die Schönheit des Lebens und zunehmend auch noch die Menschen um dich herum verlierst. Wenn Du ohne deinen Traum nichts bist, dann drohst du verloren zu gehen, nicht wirklich zu leben, dann begehst du von vorneherein einen Akt der Selbstverletzung, und wenn das Scheitern offensichtlich wird, kommen noch Selbsthass und Selbstbestrafung hinzu.

Das Leben ist vielleicht nicht fair, nicht jeder Junge wird zum Weltfussballer, nicht jedes Mädchen ist Cinderella. Und doch gibt es ein Leben ausserhalb von Ruhm und Reichtum, man kann auch ohne Goldmedaille ein tolles Leben haben. Nicht jeder Wunsch geht in Erfüllung, nicht jedes Talent, sei es auch noch so groß, kann zur Blüte gebracht werden, nicht jede Idee (und sei es eine wirklich geniale) wird zu Cashcow. Und zwar umso weniger, je verzweifelter wir uns daran klammern. Jede Art der Fixierung macht dich auch unbeweglich, blind für die wundersamen Zufälle, für die letztlich entscheidenden Begegnungen im Leben, für das, was zählt - auch für deinen Traum. Wenn du dich mit den Um-Zu-Ketten beschäftigt hast [LINK], weisst du, dass ein Traum, der zur fixen Idee gemacht wurde, zum überdimensionalen Kettenglied wird, zum Versprechen auf das was du doch eigentlich willst: Dieses tiefe Gefühl im Inneren, von Einheit, Frieden, Balance, von Selbstwert Freude und Liebe. (Zuhause, Sinn, Erfüllung...)

Erst wenn die Goldmedaille da ist, die Millionen Euro, der Plattenvertrag, die Medienpräsenz, der Ruhm usw. dann, genau dann wird es da sein, das Glück? Tatsächlich? Wenn du davon träumst, bist du sehr fest an die Um-Zu-Kette gebunden, Gefangener im eigenen Gefängnis.

Lebe deine Träume, aber träume nicht nur vom Leben!

Der Traum kann dir nicht sagen wer du bist. Er kann dir deinen Selbstwert, deine Freude, deinen Sinn nicht dauerhaft geben. Aber er kann dich davon abhalten, wirkich zu leben, zu dir zu finden, zu lieben und jeden Tag als das große Geschenk zu erkennen und anzunehmen, das er ist.
Tritt heraus aus dem Traumschatten. Öffne dich auch für andere Ziele, andere Visionen. Befreie dich aus der Schmerzklammer der Fixierung, lass dich und den Traum frei, hol dir die Macht über dein Leben, die du so sehr auf den Traum geworfen hast, wieder zurück, du wirst sie brauchen.

Einen Traum zu begraben kann genauso schmerzhaft sein, wie einen geliebten Mensch zu verlieren. Dabei ist es sogar noch einfacher, die unabdingbarkeit des Todes zu Akzeptieren, als sich mit geplatzten (Lebens-)Träumen abzufinden. Träume können zu wahren Zombies werden, selbst nach dem Scheitern geistern sie weiter als untote Störer im Leben herum, als Schmerz, als nicht eingestandene Resthoffnung... Trauern ist hier völlig OK. Das Umfeld muss das nicht verstehen (und tut es meist auch nicht) Wieder zurück in ein neues Leben zu finden ist schwer, machmal so schwer, dass es unmöglich erscheint. Und mancher war eher bereit für seinen geplatzten Traum zu sterben, als anders wieder neu zu leben. Andere haben trotz - oder gerade wegen des Scheiterns, die Kraft, die Vision, den Antrieb für etwas Neues oder eine neue Perspektive gefunden. Ich bin einer davon.


Anregung gefällig?

Frag mal Google oder Youtube nach Nick Vujicic

https://leben-lieben-lassen.de/unsere-angst-zu-scheitern-verschliesst-die-tuer-zum-erfolg-warum-auch-misserfolge-sinn-machen-und-wie-sie-dich-weiterbringen/

 

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Versagen - vergeben

Mach dich nicht fertig!

Als du das Laufen anfingst, bist du da auch mal hingefallen? Und bist du frustriert liegen geblieben bis heute? Ich hoffe nicht.

Oder hast du immer alles sofort richtig gemacht? Und auch stets die richtigen Entscheidungen getroffen?

Niemand hat das. Fehler, versagen und verlieren gehören mit zum Leben, sind sogar notwendig. Um zu lernen, sich zu entwickeln. Leider geht es auch in unserer Gesellschaft nicht mehr darum das richtige zu tun, sondern darum, sich nicht angreifbar zu machen, Verantwortung zu vermeiden oder zu verschieben. So bleiben Innovationen aus und es kommt zu Entwicklungen, die mit gesundem Menschverstand rein gar nichts mehr zu tun haben. Niemand will als Versager dastehen. Der Gesichtsverlust erscheint kaum aushaltbar. Ich behaupte aber, nur wer liegenbleibt, wer nicht neu entscheidet, für sich, für das Leben, der hat wirklich versagt. Und niemand entscheidet das für uns, das tun wir wissentlich oder nicht - allein. Auch wenn man ganz unten ist, muss es dabei nicht bleiben. Versagen und Fallen gehören zum Leben. Aber auch Aufstehen und neu losgehen. Gestehe dir Fehler und auch Versagen zu. Wer du bist und sein wirst, entscheidet sich besonders an der Frage, ob du bereit bist, dir selbst zu vergeben, deinen wahren Wert zu finden und deinen Weg fortzusetzen.

I've missed more than 9000 shots in my career. I've lost almost 300 games. 26 times, I've been trusted to take the game winning shot and missed. I've failed over and over and over again in my life. And that is why I succeed.
Michael Jordan

5.127 Prototypen

Wann hättest du aufgegeben?

1978 ärgerte sich James Dyson über seinen Staubsauger. Also entschloss er sich, einen Staubsauger zu entwickeln, der besser funktioniert. Die Inspiration für die Verwendung von Zyklonen als Filtrationsstufe erhielt er beim Betrachten des auf dem Kopf stehenden Kegels eines lokalen Sägewerkes.

Nach 5 Jahren Entwicklungsarbeit und 5.127 Prototypen gab es den ersten beutellosen Staubsauger von Dyson. Der Beginn eines Milliardenerfolges.

Nach wievielen erfolglosen Prototypen = Misserfolgen hättest du dich wohl als Versager gefühlt?

Traumkörper

Jung - schön - fit - schlank - frustriert

Mit dem richtigen Aussehen wird alles gut. Wenn die Optik stimmt, fallen einem Anerkennung, Unterstützung, Erfolg und anderes einfach zu. Deshalb gilt es Vernunft und Gesundheit, Lebensqualität und-freude zu missachten, solangs für die anderen passt, alles super. Schlankheitswahn, Fitnessstress, Anabolika, Markenwahn, Schönheits-Op, alles für den schönen Schein. Was wäre, wenn all das erreicht ist, und die erhofften Dinge bleiben aus? Natürlich hilft gutes Aussehen, das mag man gutheissen oder nicht, es ist so. Aber es ist nicht alles. Und wer allein auf diese Karte setzt, wird immer als Verlierer vom Platz gehen, wenn Selbstwert und innere Schönheit aussen vorbleiben.

Ein Kilo zuviel? Weltuntergang. Ein graues Haar? Katastrophe! Das kann auf Dauer nicht gut gehen. Nur wenn Gehalt und Gestalt sich vernünftig ergänzen, besteht die Chance, dass zur Optik auch das Gefühl - schön wird.

Tun und nicht lassen

Diversify your life

"All In" kann beim Poker eine gute Strategie sein. Ausserhalb des Spiels gilt: Das Leben will immer sehen und hat immer die besseren Karten. Selbst der beste Verstand kann nicht alles kontrollieren, immer alle Fäden in der Hand behalten und alle Möglichkeiten vorhersehen. Darum gibt es den Plan B. Oder, wie eine preisgekrönte Börsenweisheit lautet:

Nicht alle Eier in einen Korb legen. Welchen Trumpf hast du noch auf der Hinterhand?

I failed in some subjects in exam but my friend passed in all, now he's an engineer at Microsoft and I own Microsoft

Bill Gates

Zweifel & Verzweiflung

Wenn der Schmerz das Leben bestimmt

Wie du über eine Situation denkst, wie du sie bewertest, entscheidet darüber, welche Gefühle du dabei hast. Wenn du über einen (noch) nicht eingetretenen Lebenstraum in Kathegorien von Katastrophe, Versagen, Gesichtsverlust usw. denkst, gibst du dorthin die Macht über deine Gefühle. Wie wäre es denn, in jeder Situation ENTSCHEIDEN zu können, welche Wertung und welches Gefühl dabei zum tragen kommt?

I do not fail. i succeed at finding out what does not work.

unbekannt

Nicht zu ernst nehmen

Offen bleiben für das Unerwartete

Kreativität und Stress, das geht nicht gut zusammen. Wer von den unbegrenzten Möglichkeiten des Lebens profitieren will, muss auch empfänglich dafür bleiben. Unverkrampftes Herangehen und die Bereitschaft für unkonventionelle Gedanken, also ein eher spielerischer Umgang auch mit Zielen und Träumen erhöht enorm die Erfolgswahrscheinlichkeit. Je ernster ein Thema ist, desto mehr braucht es die Bereitschaft, sich selbst und das Thema auch mal nicht zu ernst zu nehmen.

© 2010 - 2019 by Achim Schwenkel