Sich selbst erschaffen

Zitate4WhatsApp- Gruß vom 20.05.2018

Sich lieben oder ablehnen - der Aufwand ist der gleiche...

Da wird sicher mancher widersprechen wollen, denn sind es nicht eher die vielen unwägbaren Umstände und die unsererseits nicht zu kontrollierenden Einflüsse, die uns zu dem machen, was wir sind? Zu nenne wären: Unsere Gene, Erfahrungen als Kind, unsere Eltern/Lehrer..., soziales Umfeld, politisches Klima, ...? Natürlich existieren diese Einflüsse, und gerade im unbewussten Bereich bestimmen sie in erheblichem Umfang unser Leben. Therapeuten haben es ständig mit all diesen Prägungen, Blockaden, Konditionierungen, Hemmnissen, Glaubenssätzen usw. zu tun. Und wohl niemand kommt gänzlich unbeschadet im Erwachsenenalter an, zumindest habe ich noch niemanden getroffen. Damit sind doch die Verantwortlichen für alles gefunden, (also die Gene, Erfahrungen... ) oder?

Bequem ist solch eine Einstellung allemal. Für alle Miseren den schwarzen Peter (die Verantwortung) einfach abgeben. Ein Schuldiger ist ja eigentlich immer findbar, eben die oben genannten, aber gerne auch z.B. der Staat, die Religion, der Chef, das System... "Ich kann nix dafür die da sind schuld". Und wenn dann auch noch die Gesundheit streikt, dann sind es eben wieder die Gene und es liegt sowieso in der Familie.

So denkt es doch in manchen Köpfen. Nur, dass mit der Verantwortung auch die Macht abgegeben wird, und wir uns dann als ohnmächtigen Spielball der mächtigen Schuldigen empfinden. Wer so glaubt, wird bewusst und unbewusst alles daran setzen, dieses Bild immer wieder bestätigt zu bekommen und findet wie empfindet sich in der Opferrolle. Die Täter sind die schon gennanten, die die Macht über das Leben haben, denen wir ausgeliefert sind. Freiheit und Selbstbestimmung? Fehlanzeige.

Wenn wir die Verantwortung für unser Leben aus der Hand geben und das alte Täter-Opfer-Spiel spielen, ist dies eine Entscheidung, unsere Entscheidung, die wir irgendwann - zumeist unbewusst - getroffen haben. Machen wir uns dies aber bewusst, können wir eine neue Entscheidung treffen, nämlich uns mit der Verantwortung auch die Macht über unser Leben zurückzuholen. Wenn wir uns nicht länger als Opfer, sondern als kreative Erschaffende in unserem Leben wahrnehmen können, macht uns das frei, gibt uns die Kraft für ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben. "Nach deinem Glauben geschehe dir" (Markus 11,23-24). Ob wir in unserem Glauben das nähren, das uns klein, machtlos und ungeliebt macht, oder uns dafür entscheiden, eine andere Version unserer selbst zu sein, der Aufwand ist derselbe, nur das wir für den alten Wege weiter im Halbschlaf dahindämmern können, und im anderen Fall aufgerufen sind, hellwach und bewusst unser Leben zu gestalten und zu erleben.

Jede Veränderung beginnt mit einer Entscheidung

Wer nicht Opfer sein will, darf die Verantwortung zurücknehmen und sich bewusst machen, dass wir immer unser Leben gestalten und kreieren. Die Bausteine dazu stammen aus unseren Glaubenssätzen, über uns selbst, über die anderen, das Leben, oder Gott. Wer die Entscheidung fällt, sein Leben auch (selbst) zu leben, wird also seine Glaubenssätze kritisch prüfen und ggf. verändern dürfen.

„Ob du glaubst, du schaffst es oder ob du glaubst, du schaffst es nicht, du hast auf jeden Fall Recht.“ Henry Ford

Willst du dieses Leben haben oder jenes? Der Preis ist schliesslich der selbe...

 

 

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